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WAS DEIN HERZ BEGEHRT - ODER: VON DER (WIEDER-)ENTDECKUNG DES LEBENSSINNS

Paul lebte allein in einem kleinen Haus, am Rande der Stadt. Er war Witwer und seine Kinder waren vor langer Zeit in die Welt hinausgezogen. Zu seinem Geburtstag riefen sie ihn an, doch Jahr um Jahr merkte er, wie wenig sie sich zu erzählen hatten. Paul fühlte sich oft einsam und nutzlos. Er hatte das Gefühl, dass sein Leben keinen Sinn mehr hatte und dass er nur noch auf den Tod wartete . Eines Tages bekam er einen Brief von seinem alten Schulfreund Manfred. Sie hatten sich beide schon lange nicht mehr gesehen und keinerlei Kontakt zueinander gehabt. Paul traute sich zuerst nicht, den Brief zu öffnen. Sein Geist schenkte ihm negative Phantasien von Tod und Verlust, die ihm hier berichtet werden könnten. Er musste all seinen Mut zusammennehmen, um den Brief zu öffnen. Manfred berichtete auf mehreren Seiten davon, dass er ein Haus am Meer gekauft hatte und dort eine schöne Zeit verlebte. Häufig dachte er an ihre gemeinsame Kindheit und Jugend zurück und sein Bedürfnis danach war groß, i...
"Es gab alle diese Filme schon, als die Urgroßmutter noch jung war. Sie wurden ja damals gemacht, und sie waren in all den Jahren die inzwischen vergangen sind, im Netz abrufbar." (Jostein Garden - 2084)  Mögen alle LeserInnen, der jetzigen und der kommenden Generationen, an diesen Geschichten und Gedanken Freude finden. Mögen die Texte den Menschen die nach uns folgen einen kurzen Einblick in unsere Welt bescheren. Viel Spaß und Freude beim lesen und entdecken.

Die zwölf Weizenkörner

Am Fuße des heiligen Berges, der alle Gegensätze vereint, lebte einst ein armes, altes, hässliches Menschlein. „Ach wie schön wäre es, von ewiger Jugend begleitet zu sein?“, dachte es. „Ach wie schön, unermesslich reich und machtvoll zu sein?“, ein anderes Mal. „Ach, könnte doch das Licht der Sonne immer für mich scheinen“, träumte es in einer dunklen Winternacht. - Da geschah es, dass ihm an einem lauen Herbstabend, zu Mabon,  die Herrin vom Berg erschien. „Ich habe deine Bitten gehört“, sagte diese. „Bedenke was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen.“ „Ach bitte erhöre mein Flehen; ich will dir alles dafür geben, was du von mir verlangst.“, entgegnete der Mensch. „Nun gut“, sprach die Herrin vom Berg. „Wie wäre es, wenn ich dir auf Ewigkeit, meine goldenen Schätze anvertrauen würde? Das strahlen das von ihnen ausgeht, ist der Sonne gleich.“ „Oh ja“, antwortete freudig das Menschlein. „Was muss ich hierfür tun?“, fragte es erneut. „Recht wenig“, antwortete die Herrin. „Bew...